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Nierengrieß auflösen

Was ist Nierengrieß

Beim Nierengrieß handelt es sich um winzige Nierensteine (kleinste Nephroliten), häufig in der Größe einer Erbse oder eines Reiskorns, manchmal sogar noch kleiner. Sie entstehen als kristalline Ablagerungen des Nierenbeckenkelchsystems durch eine erhöhte Kalziumkonzentration oder erhöhte Harnsäurewerte in Verbindung mit anderen Mineralien. Im Gegensatz zu Nierensteinen (größere Nephroliten, die auch als Nierenkonkrement oder Harnleitersteine bezeichnet werden) führen sie nicht von Anfang an durch eine Verstopfung des Harnleiters zu einem Flüssigkeitsstau in den Nieren oder zu Koliken. Normalerweise wird der Nierengrieß mit dem Urin automatisch wieder ausgeschieden.

Aus den feinen Grießkörner können sich bei ausbleibender Behandlung Nierensteine entwickeln –  Nierengrieß auflösen steht für die Betroffenen daher an oberster Stelle.
Der behandelnde Arzt wird dann eine der folgenden Bezeichnungen in der Diagnose erwähnen:

nierengrieß untersuchungEinteilung nach äußerer Form:
– Ventilsteine
– Korallensteine
– Ausgusssteine
– Hirschgeweihsteine

Nach chemischer Klassifikation
– Kalziumoxalatsteine
– Kalziumphosphatsteine
– Cystinsteine
– Xanthinsteine
– Magnesiumammoniumphosphatseine

 

Ursachen für die Bildung von Nierengrieß 

Gicht, Diabetes und chronische Darmerkrankungen sind bekannt dafür, dass sie die Bildung von Nierengrieß begünstigen. Das Gleiche gilt für häufige Harnwegsinfektionen, leichtere Nierenerkrankungen unterschiedlicher Genese aber auch Übergewicht und Bluthochdruck. Auch eine erbliche Veranlagung sowie die Einnahme von bestimmten Medikamenten (Diuretika und Antazide) begünstigen die Bildung.

Eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann ebenfalls die Ursache für Nierengrieß darstellen. Die Kristalle klumpen zusammen und können folglich nicht mehr ausgeschieden werden. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Die größte Gefahr, an Nierengrieß zu erkranken, besteht zwischen dem 30. und 60. Lebensjahr.

Auch eine falsche Ernährung kann zur Bildung von Nierengrieß führen.
Ist die tägliche Ernährung reich an oxalatreichen Lebensmitteln, steigt die Gefahr, dass sich Nierengrieß bildet.
Zu den sehr oxalatreichen Lebensmitteln mit mehr als 99 mg / 100 g gehören im Einzelnen:erdnüsse oxalsäure
– Kakao
– Tofu
– Haselnüsse, Erdnüsse, Cachewkerne und Mandeln
– Spinat, Mangold, Süßkartoffel, Sojabohnen, Petersilie u. a.
– Obstsorten wie Trauben, Blaubeeren, Sternfrucht und Rhabarber
– Schwarzer Tee

Einen immer noch hohen Oxalsäuregehalt zwischen 26 und 99 mg / 100g enthalten:
– grüne Bohnen und Kohl sowie Kartoffel
– Walnüsse
– Weizenkleie
– Milchschokolade und Zartbitterschokolade
– chinesischer Tee
– Pfefferminzblätter
– Johannisbeeren

Einen mittleren Oxalsäuregehalt von 10 bis 25 mg / 100 g weisen folgende Lebensmittel auf:
– Tomaten, Löwenzahnblätter und Salat
– Johannisbeeren, Erdbeeren, Himbeeren und Äpfel
– instant Kaffeepulver und Kaffee Arabica

Kirschen, Birnen und Aprikosen haben einen Oxalsäuregehalt unter 10 mg / 100 g

Für detaillierte Angaben sind die Erntesaison, die Herkunftsregion und die Anbautechnik in Erfahrung zu bringen. Auch die jeweiligen Untersorten sowie das Wetter und der Pflanzenteil können zu unterschiedlichen Werten führen. Ein Blick auf die Seite “Oxalsäure in der Nahrung“ bietet dazu weitergehende Informationen.

Welche Symptomatiken deuten auf die Bildung von Nierengrieß hin

Treten plötzlich starke und stechende Schmerzen im Rücken und/oder Nierenbereich auf, sollte die Verdachtsdiagnose Nierengrieß abgeklärt werden. Dies gilt auch bei Schmerzen im Unterbauch sowie der Leistengegend. Kommt es zu Übelkeit, Erbrechen und eventuell Blut im Urin, sollte die ärztliche Untersuchung auf gar keinen Fall herausgezögert werden. Dies gilt auch bei streng riechendem Urin und häufigem Harndrang. Im Zusammenhang mit den geschilderten Urinsymptomen sollte eine laborchemische Untersuchung auf okkultes (unsichtbares) Blut erfolgen.
So kann vermieden werden, dass es zu einem Urinstau, einer Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis) oder langfristig zu einer Schädigung der Nieren kommt.

Welche Möglichkeiten der “Selbstbehandlung“ sind gegeben

Viel Trinken ist wichtig, damit die Nieren und der Ausscheidungsprozess in ihrer Arbeit unterstützt werden. Entsteht beim Wasserlassen ein leichter stechender Schmerz, dann ist dies kein Grund zur Besorgnis. Er beruht auf den Abgang der kleinen Grießkörnchen in der Blase. Nimmt der Schmerz jedoch zu (temporär oder dauerhaft) sollte unbedingt ein Arzt (Urologe) konsultiert werden.

Welche Hausmittel können Nierengrieß auflösen

Pflanzliche Mittel wie zum Beispiel Hauhechelwurzel, unterstützen und fördern die Harnproduktion.
Seit der Antike ist das Zinnkraut als Heilpflanze bekannt und hilft auf ganz natürliche Weise, Nierengrieß zu lindern oder zu beseitigen. Zinnkraut ist stark harntreibend, wodurch der Nierengrieß leichter ausgespült wird. Als Tee zubereitet wird zudem für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr gesorgt. Alternativ gibt es Zinnkraut auch als Saft in der Apotheke zu kaufen.

Das Trinken von Essigwasser fördert die Harnproduktion und damit die Ausscheidung von Nierengrieß.
Auch eine Mischung aus Zitronensaft und Olivenöl fördert das natürliche Ausspülen von Nierengrieß. Die Säure der Zitrone baut den Nierengrieß (aber auch die Nierensteine) ab und das Olivenöl hilft beim Abtransport aus der Niere.
Diese Mischung sollte dreimal pro Tag getrunken werden.
Die Zusammensetzung besteht aus einer halben Tasse frischem Zitronensaft und einer viertel Tasse Olivenöl. Danach sollte viel Wasser getrunken werden.

Nach der ersten Woche sollte die erste Ausscheidung erfolgen. Eine mehrtägige Pause ist jetzt anzuraten, um dann diese Kur eine weitere Woche durchzuführen.

Wer viermal am Tag ein Glas warmes Wasser, vermischt mit zwei Esslöffel Apfelessig trinkt, unterstützt die Nierentätigkeit und damit das Ausschwemmen von Nierengrieß.

granatapfel hausmittelAuch der Samen und Saft eines ganzen Granatapfels kann das Ausschwemmen von Nierengrieß begünstigen. Der Verzehr sollte täglich erfolgen.

Bekannt ist zudem, dass Brennnessel die Ausscheidung positiv beeinflussen.
Täglich 2 Teelöffel getrocknete Brennnesselblätter in einer Tasse mit heißem Wasser etwa 10 Minuten ziehen lassen, abseihen und noch warm trinken.

Alternativ kann auch ein Basilikumtee helfen. Dafür ca. ein Dutzend Basilikumblätter fein hacken, mit heißem Wasser aufbrühen und etwa 10 Minuten ziehen lassen. Eventuell mit etwas Honig süßen. In pürierter Form noch vor der ersten Mahlzeit morgens einnehmen.
Diese Mischung wirkt schmerzlindernd, krampflösend und fördert die Ausscheidung.

Die fruchtige Wassermelone empfiehlt sich ebenfalls zur Anregung der Harnproduktion. Einfach einen Teelöffel Samen der Wassermelone zerstoßen, mit heißem Wasser aufgießen und 15 Minuten ziehen lassen. Wer möchte, kann mit Honig süßen. Zwei bis drei Tassen täglich sollten von dieser Mischung getrunken werden.

Wer ihn mag, kann auch mit rohem Selleriesaft gute Erfolge erzielen. Er wirkt krampflösend und gilt als natürliches Diuretikum.

Ein Tee aus zwei Teelöffel getrockneter Petersilie und einer Tasse heißem Wasser (10 Minuten ziehen lassen), wirkt ebenfalls harntreibend.

Wer sich mit Homöopathie auskennt, weiß auch die positive Wirkung der folgenden Globuli zu schätzen:

Adlumia (Erdrauch) meistens in der Potenz D4 bis D12
Adlumia wird nicht nur bei Nierengrieß angewendet, sondern auch bei Harnsäureablagerungen sowie einem Überschuss an Harnsäure.

Berberis (Berberitze, Sauerdorn) meistens in der Potenz D2 bis D12
Auch bei anderen Beschwerden im Bereich der Verdauungs- und Ausscheidungsorgane kann Berberis häufig erfolgreich eingesetzt werden.

Equisetum hiemale (Winterschachtelhalm) ebenfalls in der Potenz D2 bis D12 angewendet.
Über die Diagnose Nierengrieß hinaus auch einsetzbar bei Nierensteinen und einer Reizblase.

Solidago (Goldrute) verwendet in der Potenz D2 bis D12.
Durch die hervorragende harntreibende Wirkung wird die Ausscheidung von Nierengrieß optimal unterstützt. Ein Effekt, der die Ausscheidung von Nierengrieß bei bestehender Nierenschwäche begünstigt. Dass Solidago auch entgiftend wirkt, ist für die Meisten nur positiv zu bewerten.

Stramonium
Wer das Gefühl hat, seine Harnröhre sei zu eng, kann mit diesem Globuli Stramonium in der Potenz D12 eine Besserung herbeiführen.

Terebinthina
Leichte Beschwerden bei Harngrieß lassen sich auch mit diesem Globuli in der Potenz D6 beheben.

Wie kann der Entstehung von Nierengrieß vorgebeugt werden

Die erste Regel lautet: Täglich für eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sorgen. Damit die Nieren gut gespült werden, sollten 2,5 Liter pro Tag getrunken werden. Wer extrem schwitzt, muss den zusätzlichen Verlust an Flüssigkeit ausgleichen.
Ein normales Körpergewicht und regelmäßiger Sport sind ebenfalls wichtig.

Ein erhöhter Konsum von tierischem Eiweiß sollte vermieden werden. Pro Kilogramm Körpergewicht sollten 0,8 Gramm am Tag nicht überschritten werden. Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Oxalat sollten nicht regelmäßig konsumiert werden.
Die Salzmenge liegt als Tageshöchstmenge bei 6,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht.
Alkohol als Förderer von Nierengrieß sollte grundsätzlich nur in Maßen genossen werden.