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Nierensteine Behandlung

Wann ist eine Nierensteine Behandlung nötig?

Häufig bemerkt man Nierensteine im Anfangsstadium gar nicht und beginnt daher zu spät mit einer geeigneten Nierensteine Behandlung. Manchmal entdeckt man sie erst, wenn eine Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung durchgeführt wird. Wichtig ist, baldmöglichst zu handeln, denn in den ersten Wochen lässt sich das Nierenleiden noch gut selbst behandeln. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten müssen und geben weitere wichtige Tipps.

Es gibt einige Beschwerden, die ein klares Signal für Nierensteine sein können. Dazu zählen zum Beispiel ziehende Schmerzen in der Leiste, ein brennendes Gefühl auf der Toilette, Schüttelfrost oder gar Schwächeanfälle und Fieber. Wenn ein Nierenstein sich erst einmal in Bewegung gesetzt hat, kann die mögliche Folge dessen eine Nierenkolik sein. Hier “verstopft” ein Stein die Harnleiter, was im ganzen Körper Vergiftungen mit sich bringen kann. Wichtig ist deshalb, sich umgehend an einen Arzt zu wenden, wenn Sie Blut im Urin entdecken, Schmerzen in der Leiste bzw. Blasengegend haben oder gar unter Erbrechen und Fieber leiden.

Allerdings: Diese Beschwerden sind natürlich noch kein eindeutiger Hinweis auf ein Nierenleiden, sondern können auch auf andere Erkrankungen hinweisen. Daher ist es wichtig, die Symptome von einem Arzt untersuchen zu lassen. Für eine erste Diagnose sucht man am besten zunächst seinen Hausarzt auf, der über die ersten Schritte der Nierensteine Behandlung informieren kann. Zeigt sich dann auch in der Praxis ein Verdacht auf Nierensteine oder eine Erkrankung der Harnwege, kann er den Patienten anschließend zum Urologen überweisen.

Untersuchungen und Diagnose bei möglichen Nierensteinen

Der Arzt kann die Diagnose anhand unterschiedlicher Methoden stellen. Häufig nutzt er dafür eine Ultraschalluntersuchung, die unter Umständen mit einer zusätzlichen Röntgenuntersuchung der Nieren einhergeht. Auch die sogenannte Ausscheidungsurografie der Niere kann vorgenommen werden, wofür allerdings spezielle Schutzmaßnahmen erforderlich sind, sofern man als Patient unter einer Kontrastmittelallergie leidet. Aus diesen Gründen entscheiden sich Ärzte immer öfter für das Spiral-CT, einer besonders modernen Variante der Computertomografie. Hier ist kein Kontrastmittel nötig, trotzdem kann eine klare Diagnose gestellt werden.

Operative Entfernung von Nierensteinen

Ist die Erkrankung bereits fortgeschritten oder erzielen alternative Maßnahmen zur Behandlung keinen Erfolg, dann sollte der Arzt sich um die Entfernung der Nierensteine kümmern. Heutzutage ist im Normalfall erst dann ein operativer Eingriff nötig, wenn die Nierensteine einen Durchmesser von 0,8 mm erreicht haben. Am Effektivsten ist hierbei die Methode der Steinzertrümmerung. Dabei werden mechanische Druckwellen auf der Haut ausgeübt, die bis ins Innere des Körpers gelangen und die Nierensteine gezielt zertrümmern, so dass man sie normal über den Harnweg nach außen abspült. Bei rund 80% aller Patienten verläuft diese Methode erfolgreich.

Sind die Steine jedoch zu groß und lassen sich auf diesem Wege nicht entfernen, dann
bietet sich alternativ dazu noch die sogenannte Neprolithotomie an. Diese bezeichnet eine Nierenpunktion, welche den Stein ebenfalls beseitigen kann. Sie kommt auch dann zum Einsatz, wenn die Steinzertrümmerung mit Stoßwellen nicht ausgeführt werden kann – das ist beispielsweise bei einer Nierenkolik der Fall. Offene Operationen sind zur Entfernung von Nierensteinen heutzutage nur noch die Ausnahme.

Nierensteine selbst behandeln? Was man wissen muss

nierensteine behandlungEin operativer Eingriff zur Entfernung der Nierensteine ist nicht immer erforderlich. Gerade im Anfangsstadium gibt es wirksame Methoden, selbst eine Nierensteine Behandlung durchzuführen. In der Regel empfiehlt der Arzt zunächst, besonders viel zu trinken – also mindestens zwei, besser drei Liter pro Tag. Auf diese Weise kann ein großer Teil der Steine innerhalb der folgenden Wochen “ausgeschwemmt” werden. Wichtig: Der Stein sollte aufgefangen werden, damit er nachfolgend untersucht werden kann. Durch gezielte Bewegungen lässt sich das “Herabrutschen” des Steins fördern.

Es gibt zudem verschiedene Nierensteinarten, wie Cystinsteine oder Harnsäuresteine, die sich durch Medikamente zersetzen lassen. Ist auch dies nicht möglich, hilft am Ende nur noch der Besuch im Krankenhaus. Dies ist jedoch nicht immer erforderlich, sondern nur dann, wenn kein natürlicher Abgang nötig ist oder die Nierensteine bereits eine schwere innerliche Entzündung oder gar Harnstau verursacht haben.

Nierensteine vorbeugen – die wichtigsten Tipps zum Thema

Bei bis zu 70% der Patienten entstehen nach einer erfolgreichen Behandlung mit der Zeit neue Nierensteine – allerdings kann man einiges dafür tun, damit es nicht dazu kommt.

Der erste – und wichtigste! – Punkt ist, möglichst viel zu trinken. Spülen Sie Ihre Harnröhre Tag für Tag kräftig durch, indem Sie viel Wasser zu sich nehmen, verdünnen Sie auf diese Weise den Urin und verhindern so, dass sich Substanzen, die zu Nierensteinen werden können, nicht verhärten. Im besten Fall trinken sie pro Tag zwei bis drei Liter – je mehr, desto besser. Besonders wichtig ist hier, auch abends noch einmal viel Wasser zu sich zu nehmen. Es kann zwar sein, dass Sie anschließend noch einmal aus dem Bett aufstehen müssen, um zur Toilette zu gehen, dennoch sollten Sie nur deshalb nicht darauf verzichten. Als Getränke empfehlen sich stilles, möglichst mineralstoffarmes Wasser, ungesüßte Tees oder auch verdünnte Fruchtsäfte. Von Kaffee und Schwarzem Tee sollten Sie maximal drei Tassen täglich zu sich nehmen.

Leiden Sie unter Harnsäuresteinen, so ist es besonders wichtig, auf die Ernährung zu achten, die möglichst fett- und fleischreduziert gestaltet sein sollte. Kalzium müssen Sie, wie bislang häufig angenommen wurde, jedoch nicht meiden. Allerdings: Sollte es sich explizit um Kalziumoxalatsteine handeln, dann ist es zu empfehlen, auf eine erhöhte Kalziumzufuhr zu verzichten. Kalzium kommt sowohl in Milchprodukten als auch in Spinat, Mangold und Rhabarber vor. Auch die Zucker- und Salzzufuhr sollte etwas gedrosselt werden. Nehmen Sie zudem nicht drei große Mahlzeiten, sondern lieber viele kleine Portionen zu sich.

Fazit

Keinesfalls müssen Sie bei Nierensteinen sofort an einen operativen Eingriff denken. Dieser ist nach dem heutigen Stand der Medizin oft nur dann nötig, wenn sich die Erkrankung schon im fortgeschrittenen Stadium befindet und anders nicht mehr behandeln lässt. Gerade in den ersten Wochen jedoch gibt es noch genügende “natürliche” Wege zur Nierensteine Behandlung, mit der diese  auch vollständig entfernt werden können.

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