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Nierensteine zertrümmern

Wie kann man Nierensteine zertrümmern?

Fast jeder Deutsche ist einmal im Leben von Nierensteinen betroffen. Die Veranlagung dazu kann genetisch sein. Auch eine fleischbetonte Ernährungsweise kann eine Rolle bei der Entstehung von Nierensteinen spielen. Wer regelmäßig zu wenig Flüssigkeit aufnimmt, kann von Nierensteinen betroffen sein. Diese sind an sich schmerzlos. Viele kleine Nierensteine lösen sich von alleine. Sie werden über die Harnwege abgeführt.

Größere Steine jedoch können zu einem schmerzhaften Problem für den Betroffenen werden – nämlich, wenn sie wandern. Dann verursachen die Steine häufig Nierenkoliken, weil sie die Harnwege verstopfen. Das kann überaus schmerzhaft werden. Außerdem können die Koliken mit weiteren unangenehmen Begleiterscheinungen aufwarten. Die Frage ist, was man tun kann, um die lästigen Nierensteine zu entfernen. Man unterscheidet nicht-operative von operativen Methoden. Dabei sind bei den operativen Methoden die minimal-invasiven auf dem Vormarsch. Bei den nicht-operativen lässt man meist die Nierensteine zertrümmern.

Welche verschiedenen Methoden der Entfernung gibt es?

nierensteine zertrümmernWie bereits angedeutet, gehen kleine bzw. maximal reiskorngroße Nierensteine häufig von alleine ab. Das veranlasst Menschen, die zum wiederholten Male Nierensteine haben, diese mit dem Trinken von viel Wasser ausspülen zu wollen. Manchmal klappt das, manchmal aber auch nicht. Der Erfolg dieser Methode hängt zum großen Teil davon ab, wie groß die Nierensteine sind, ob sie rund oder gezackt sind und wo sie sitzen. Auch die Zahl der Nierensteine kann eine Rolle spielen.

Sind die Nierensteine nicht mit der Gabe von größeren Mengen Mineralwasser zu entfernen, ist ein Arztbesuch unvermeidlich. Schon die starken Schmerzen treiben die Betroffenen in die Praxis eines Nephrologen. Dort wird häufig der Versuch unternommen, die Nierensteine mittels Ultraschall zu zertrümmern. In frühen Stadien, wenn die Nierensteine noch so klein und rund wie Erbsen sind, kann man sie leichter entfernen. Bei den gezackten Varianten kann es aber Probleme geben. Den Arztbesuch hinauszuzögern, ist dann keine Option. Zertrümmert werden Nierensteine, wenn ein Abgang wegen ihrer Größe oder ihrer Lage auf natürlichem Wege nicht zu erwarten ist.

Während man von Nierensteinen Betroffene früher operieren musste, ist das heute nur noch selten der Fall. Nur eine schwer kranke Niere, in deren Hohlraum ein Nierenstein sitzt, muss operativ behandelt werden. Dabei bemüht man sich, die Schwere der Operation durch minimal-invasive Operationsmethoden zu abzumildern. Zum Einsatz kommen perkutane, endoskopische oder laparoskopische OP-Techniken. Die Endoskopie kann über Blase und Harnleiter den Stein erreichen. Damit die beiden anderen OP-Techniken eingesetzt werden können, muss der Operateur operativ einen Zugang zur Niere schaffen.

Solange die Niereinsteine nicht größer als 3 Zentimeter sind, kann dem Patienten heutzutage meist anders geholfen werden. Der Zertrümmerungsprozess beim Nephrologen ist für die Betroffenen wesentlich weniger belastend als eine Operation. Wichtig ist aber auch die Erkenntnis, dass der Betroffene selbst für die Zertrümmerung von Nierensteinen viel tun kann. Bekannt ist beispielsweise, dass die erhöhte Zufuhr von Citrussäure Nierensteine zertrümmern kann.

Wie kann man Nierensteine ohne OP zertrümmern?

Die medizinische Standardmethode, Nierensteine mit Ultraschall zu zertrümmern, ermöglicht es, dass die einzelnen Trümmerteile leichter ausgespült werden können. Die Schallwellen werden dabei möglichst präzise auf den Nierenstein gelenkt. Der Stein muss zuvor genau lokalisiert werden. Oftmals treffen die Schallwellen aber auch benachbarte Gewebe und Organe. Das kann Spätfolgen verursachen. Wäre der Nierenstein größer als drei Zentimeter, könnten die scharfkantigen Trümmerstückchen beim Abgang Verletzungen zeitigen. Das wiederum erhöht die Gefahr einer Infektion.

Um den Abgang eines zertrümmerten Nierensteines zu erleichtern und weniger Beschwerden für die Betroffenen zu verursachen, begrenzt man für diesen Eingriff die Größe des Nierensteins. Kommt es nach dem Zertrümmern dennoch zu einer Blutung, erkennt man das am rötlich eingefärbten Urin. Doch auch wenn es nicht zu solchen Blutung kommt und keine Beschwerden beim Abgang der Nierensteine registriert werden, können Antibiotika notwendig werden. Die Blutwerte treffen Aussagen darüber, ob ein entzündlicher Prozess vorliegt oder nicht.

Für wen ist die nicht-operative Methode geeignet?

Die Antwort: für jeden, der frühzeitig tätig wird. Neben der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie, bei der die größeren Nierensteine durch Stoßwellen zertrümmert und abgeführt werden, gibt es noch andere nicht-operative Methoden. Diese sind sogar sehr erfolgreich. Sie werden aber von niedergelassenen Ärzten aus Unkenntnis meistens nicht empfohlen. Die erste Untersuchung sollte die Zusammensetzung der Nierensteine abklären. Es gibt fünf verschiedene Arten von Nierensteinen. Die Entfernung von Kalziumoxalatsteinen, den am häufigsten vorkommenden Nierensteinen, unterscheidet sich von der der Magnesium-Ammonium-Phosphat- oder Struvitsteine. Die seltener auftretenden Urat-, Kalziumphosphat- oder Zystinsteine fallen zahlenmäßig weniger ins Gewicht.

Viel zu trinken und sich viel zu bewegen, sind meist die klassischen vom Arzt angeratenen Maßnahmen. Nieren- und Blasentees sollen demnach unterstützend bei der Ausspülung wirken. Doch bei einem gezackten Nierenstein, der zuvor nicht zertrümmert wurde, ist es keine gute Lösung, viel Wasser zu trinken. Das Wasser soll die Nierensteine mit sich reißen. Diese Methode kann jedoch auch nach hinten losgehen und grausame Schmerzen nach sich ziehen. Man muss auf jeden Fall die kantigen Nierensteine zertrümmern, um Verletzungen der Harnwege zu verhindern. Ein weiteres Problem ist, dass Nierensteine sich oft neu bilden. Ändert man seine Lebens- und Ernährungsweise nicht, kommt es immer wieder zur Steinbildung. Jede Art von Nierensteinen, zu denen man aus erblichen Gründen oder wegen Ernährungsfehlern neigt, verlangt andere Maßnahmen. Eine hohe Kalzium- und Oxalsäurezufuhr über Lebensmittel muss meistens gemieden werden.

Vorbeugung wäre klüger gewesen

Besser als jede Entfernungsmethode wäre eine nierenschonende Ernährung gewesen. Dies gilt insbesondere für Menschen, die erblich vorbelastet sind. In manchen Familien registriert man eine vererbbare Affinität zu Nierensteinen. Vorbeugend sollte man vor allem auf seine Cholesterinwerte achten. Eine Ernährungsumstellung empfiehlt sich auch nach der Zertrümmerung von Nierensteinen. Fleisch, Wurst und andere tierische Produkte sollten Betroffene nur maßvoll verzehren. Obst und Gemüse hingegen möglichst oft.

Noch wichtiger ist es, viel zu trinken. Wer drei Liter Mineralwasser täglich zu sich nimmt, scheidet anderthalb Liter Urin aus. In diesem sind die Stoffe enthalten, die üblicherweise Nierensteine bilden: Hohe Harnsäurewerte und Kalziumoxalat-Anteile sind zusammen mit anderen Substanzen die Verursacher. Salze kristallisieren bei länger anhaltendem Flüssigkeitsmangel aus. Am besten lassen sich Nierensteine im Frühstadium entfernen. Man weiß heute, dass von fünf Nierensteine vier von alleine ausgeschieden werden. Das bedeutet, dass fast jeder Betroffene von einem größeren Nierenstein betroffen sein kann. Wenn dieser Probleme verursacht, ist umgehendes Handeln nötig.

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