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Die Niereninsuffizienz – wenn die Niere schwächelt

Bei einer Niereninsuffizienz arbeiten die Nieren nicht mehr oder oft nur noch eingeschränkt. Zu den häufigsten Gründen eine Niereninsuffizienz zu erleiden, wird ein zu hoher Blutdruck und ein Diabetes mellitus genannt. Bei einer Niereninsuffizienz ist auch die Entgiftungsfunktion nur noch ungenügend. Dabei können sich Schadstoffe an den Organen einlagern.
Nachstehender Beitrag infomiert über diese doch schwere Erkrankung,

Die Ursachen für eine Niereninsuffizienz

Nieren sind lebenswichtige Organe, jeder Mensch hat zwei davon. Die Hauptaufgabe der Nieren besteht darin, Harn (Urin) zu bilden. Mit dem scheidet der Körper gewisse Stoffe aus. Wenn die Nierenfunktion langsamer nachlässt, wird von einer chronischen Niereninusiffienz gesprochen oder auch von einem chronischen Nierenversagen gesprochen. Wird plötzlich kein Urin mehr ausgeschieden, liegt ein akutes Nierenversagen vor.


Wichtige Aufgaben der Nieren:

  • Ausscheidung von gewissen Stoffen, wie harnpflichtige Substanzen und Arzneien
  • Regulierung des Wasserhaushaltes
  • Regulierung des Elektrolyt-Haushaltes
  • Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes
  • Bildung von Hormonen wie Renin oder Erythropoetin
  • Blutdruckregulation

Symptome bei Niereninsuffizienz

Man sollte bedenken, dass die Symptome nicht immer eindeutig sind. Handelt es sich um ein akutes Nierenversagen, so treten diese Symptome oft nach kurzer Zeit auf:

Die Harnproduktion nimmt meistens ab, kann komplett zum Erliegen kommen.

  • Harnpflichtige Stoffe bleiben im Körper, erkennbar ist das an steigenden Blutwerten wie Kreatinin und Harnstoff
  • Zeichen der Überwässerung des Körpers als auch Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge (Lungenödem), aber auch in den Beinen

Störungen im Salzhaushalt können möglich sein, gerade dann wenn die Kalium-Werte im Blut hoch sind Es kann sich eine Übersäuerung (Azidose) einstellen. Beides kann eventuell lebensbedrohlich werden.
Wird eine konstante und ausreichende Behandlung der Nieren vorgenommen, können diese sich nach und nach erholen. So kann die Urinproduktion wieder einsetzen und auch alle anderen Funktionen können sich normalisieren. Das kann allerdings mehrere Wochen oder Monate andauern.

Symptome bei der chronischen Niereninsuffizienz

Die chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich langsam. Anfangs unbemerkt können aber Symptome wie Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Appetitlosigkeit auf einen Schaden hindeuten. So kann der Blutdruck ansteigen oder es bilden sich Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge oder in den Beinen. Dazu kann Kurzatmigkeit kommen. Da die Nieren den Urin oft nicht mehr konzentrieren können, kann die Harnmenge anfangs sogar zunehmen. Betroffene denken dann nicht gar nicht an eine Nierenschwäche. Die Farbe des Urins ist dann hell und kaum gefärbt und damit wenig konzentriert.


Die CNI wird nach dem Funktionszustand der Nieren in Stadien eingeteilt. Dazu werden die verschiedene Messgrößen genutzt wie etwa Eiweißausscheidungen im Urin oder Blutwerte. Eine nicht behandelte Nierenschwäche kann sich auf den ganzen Organismus auswirken. Denn die Niere hat wichtige Aufgaben zu erfüllen, so produziert sie auch Hormone. Eventuelle Folgen einer Niereninsuffizienz können dann auftreten, wie etwa Blutarmut, Bluthochdruck, Nervenschäden, Knochenbewerden und Gefühlsstörungen, Störungen der Geschlechtsorgane, oft bleibt die Menstratiton aus. Neben einer Impotenz kann es zu Gerinnungsstörungen mit dem Bild von blauen Flecken kommen Der weitere Verlauf können aber auch Kopfschmerzen oder Juckreiz dazu kommen.


Wird keine Therapie eingeleitet, kann es zu einer Harnvergiftung (Urämie) kommen. Es kann ein lebensbedrohlicher Zustand mit Überwässerung von verschiedenen Organen entstehen. Zudem kann es eine Veränderung des Bewusstseins bis hin zm Koma kommen. Das schwerste Stadium einer Niereninsuffizieznz ist irreversibel.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Wichtig zu wissen ist, dass ein akutes Nierenversagen einfacher zu erkennen ist, als das chronische. Die Symptome, wie etwa das Ausbleiben von Urin, stehen oft in Zusammenhang. Wenn der Verdacht auf Nierenversagen oder auf eine chronische Nierenschwäche besteht, gibt es folgende Untersuchungen:

Arzt-Patienten-Gespräch

Es kann sich oft ein zeitlicher Zusammenhang eines akuten Nierenversagens zeigen, mit beispielsweise einer Operation oder auch einem Kreislaufschock, die vorausgegangen sind, wie etwa bei einem Unfall mit Blutverlust. Der Arzt wird aber auch nach anderen Ursachen suchen, wie etwa Medikamente, die für ein Nierenversagen verantwortlich sein könnten. Handelt es sich um eine chronische Niereninsuffizienz, wird der Arzt den Patienten nach anderen Symptomen befragen, die eine nachlassende Nierenfunktion ausgelöst haben.

Körperliche Untersuchungen

Auf eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz kann eine fahle, oft schmutzig-graue Hautfarbe hinweisen. Eine blasse Hat kann auf eine Blutarmut und eventuelle blaue Flecken auf eine Gerinnungsstörung hindeuten. Es können sich Schwellungen an Knöchel und Beinen und auch an den Augen zeigen, die man eindrücken kann. Der Arzt wird Blutdruck und Puls messen. Das Herz und die Lunge wird abgehört und eventuelle Flüssigkeitseinlagerungen getastet, die ein Zeichen einer Überwässerung sein können.


Blutuntersuchungen

Hier steht im Vordergrund die Werte von Kreatinin und Harnstoff. Aus dem Kreatinin-Wert kann der Arzt die Filtrationsrate (GFR) feststellen. Diese gibt Aufschluss über die Funktion der Nieren und kann zur Stadieneinsteilung herangezogen werden.

An die Blutuntersuchungen schließen sich Harnuntersuchung und eine Ultraschall-Untersuchung an. Eventuell werden Röntenbilder vom Brustkorb mit Herz und Lunge vorgenommen. Eventuell kann auch eine Nierenbiopsie erfolgen.

Die Therapie bei Niereninsuffizienz

Die Möglichkeiten einer Therapie reichen von Medikamenten bis zu einer Nierenersatztherapie (Dialyse) oder einer Nierentransplantation.
Therapie beim akuten Nierenversagen:
Wenn ein Flüssigkeitsmangel das akute Versagen der Nieren verursacht hat, so wird dieser zuerst ausgeglichen. Ist der Blutdruck zu niedrig, wird mit entsprechenden Mitteln angehoben.
Hat hingegen ein Medikament zum akuten Nierenversagen geführt, so sollte das abgesetzt werden, allerdings nach Rücksprache mit dem Arzt. Da kämen bestimmte Schmerzmittel, Röntgenkontrastmittel oder Antibiotika in Frage. Gibt es eine Urinabflusbehinderung, wie etwa durch Steine oder einer vergrößerten Prostata, muss diese zuerst behoben werden. Sind dann die Auslöser des akuten Nierenversagens behoben, wird der Arzt versuchen die Nierenfunktion wieder anzuregen. Das kann durch Medikamente geschehen. Kann die Nierenfunktion dadurch nicht wieder aufgenommen werden, könnte ein Nierenersatzverfahren als Überbrückung eingeleitet werden.